Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser


Die historisch verbürgte Geschichte von Mary Jemison, jener "Weißen Frau" vom Genesee River, die einen schmerzvollen Kampf um ihre Freiheit focht und gewann - auf ganz andere Weise, als sie es sich je erträumt hätte.

Ein Roman, der von der Geschichte eines Stammes erzählt, dessen demokratische Ideen in den USA und Europa erst viel später Wirklichkeit wurden und zugleich dem Leser Einblicke in Gebräuche und Denkweise der Indianer vermittelt.

Ein echter "Schröder": mitreißend, historisch genau und geprägt von tiefer Menschlichkeit.
An einem Frühlingstag des Jahres 1758 erfährt das bisherige Leben von Mary Jemison ein jähes Ende. Indianer überfallen die Farm ihrer Eltern am Marsh Creek im Grenzland der Siedler und verschleppen die ganze Familie.

Mary überlebt als Einzige den langen Marsch in das Dorf der Irokesen am Zusammenfluss des Ohio und des Shenanjee River. Dort erwartet sie nicht der Marterpfahl, sondern eine seltsame Zeremonie: Als ‘Zwei-Fallende-Stimmen’ wird sie von den Indianern adoptiert und soll künftig gleichberechtigt unter ihnen leben. Trotzdem hat Mary nur einen Gedanken - Flucht!

Doch im Laufe der Monate schließt Mary Freundschaften und lernt die Irokesen, ihre Sitten und Gebräuche kennen. Es fällt ihr immer schwerer, die vertraut gewordenen Stammesbrüder aus dem Land der Fallenden Wasser als ‘blutrünstige, gottlose Wilde’ zu betrachten und ihre eigene, in der Welt der Weißen und im Christentum verwurzelte Indentität aufrechtzuerhalten.

Als sich ihr nach Jahren die erste Chance zur Flucht bietet, erkennt sie, dass sie das, wonach sie sich so lange sehnte - ihre Freiheit - längst wiedergewonnen hat. Sie spürt: Ihr Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser.

Ein mitreißender Roman über eine historische Persönlichkeit: Die Weiße Frau vom Genesee River.

Arena Verlag 1998
Im April 1998 von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum Buch des Monats gewählt.
DM/SFr.: 29.80
ISBN: 3- 40104754- X
Umfang: 288 Seiten

Ausstattung: Gebunden. Farbiger Vorsatz.
Mit Lesebändchen, Karte
Einband: Klaus Steffens.


Pressestimmen

"Dieser Jugendroman ist nicht nur brilliant erzählt, sondern auch unglaublich spannend und fesselnd. Der Autor Rainer M. Schröder hat bereits historisch äußerst fundiert recherchierte Romane geschrieben, die allesamt brilliant erzählt, spannend, ja fesselnd sind. Seine Romane sind Lesereisen in fremde Welten und Zeiten. Den Leserinnen und Lesern ergeht es ähnlich wie Mary Jamison: Sie werden in zunächst fremde Welten und Zeiten "verschleppt", aber während dieser Lesereisen werden diese Welten und Zeiten vertrauter und der bisherige vertraute, ja "selbstverständliche" Blick auf die Welt wird aufgeraut, brüchig, fragwürdig. Auf diesen Lesereisen erfährt die Leserin, der Leser somit nicht nur etwas über exotische Welten und frühere Zeiten, sondern im Spiegel dieser Welten und Zeiten auch sehr viel über die eigene Welt(vorstellung). Mit seinen mitreißenden Abenteuerromanen zählt Rainer M. Schröder nicht nur zu den erfolgreichsten deutschen Jugendbuchautoren, sondern auch zu den besten."
Schulmagazin, 7-8/1998

"Wieder ein echter Schröder: spannend und packend, doch auch ergreifend erzählt. Ein unbedingt empfehlenswerter Jugendroman, der auf historisch belegbaren Ereignissen beruht. Rainer M. Schröder hat hervorragend recherchiert und ein informatives Nachwort geschrieben. Darin erfährt man, daß Mary wirklich existiert hat und mit einem Senecahäuptling verheiratet war. Sie wurde zu einer anerkannten ‘Weißen Indianerin’. Das Nachwort enthält auch viele historische Fakten über Leben und Weisheiten der Indianer. Ein hervorragender Roman – nicht nur für Indianerliebhaber. Wer noch nie etwas von R. M. Schröder gelesen hat, bitte sofort anfangen. Übrigens ist dieses Buch auch für Erwachsene empfehlenswert."
Besondere Empfehlung aus Buchjournal, 2/1998

"Die Vorzüge dieses Buches sind, daß der Autor sich weitgehend auf ein genaues Quellenstudium stützt und das Leben und Wirken einer wichtigen Frauengestalt aus der amerikanischen Geschichte recht lebendig gestaltet. Dabei erleben wir die Kultur und Lebensgewohnheiten der Indianerstämme recht realistisch mit. Nicht so sehr das Abenteuer sondern die Historie wird in den Vordergrund gerückt und wunderbar erzählt! Das alles in bester literarischer Form. Sehr empfohlen!
Arbeitskreis "Jugend und Buch", Detmold

"Der Autor, der seinen beliebten Abenteuerbüchern häufig historische Begebenheiten zugrundelegt, hat die ungewöhnliche Lebensgeschichte dieser mit einem späteren Häuptling verheirateten Weißen zu einem faszinierenden Spannungsroman verarbeitet. Ind fesselnden, detailreichen Szenen weckt er nicht nur das Intresse für indianisches Denken und Fühlen, sondern auch Verständnis für die verblüffende Reaktion des jungen Mädchens, das sich der fremden Kultur zunächst aus Angst, später aus Überzeugung anpaßt. Ein Roman, dem man viele Leser wünscht. Auch für Erwachsene empfehlenswert."
Ekz-Informationsdienst

"Zur Qualität des Buches gibt es nicht viel zu sagen. Die Geschichte ist einfach toll. Es ist kein typischer Abenteuerroman, der im Wilden Westen spielt, sondern die mitreißend geschriebene Geschichte von einem Mädchen, das nicht weiß, wo es hingehört. Ich habe das Buch erst aus der Hand gelegt, als ich es zu Ende gelesen hatte.
Neue Osnabrücker Zeitung, 20. Juni 1998



Auch als Taschenbuch erhältlich!